Gegen Gewalt

  • Free-Photos, Pixabay

Gewalt hat viele Gesichter

Frauen erfahren sie körperlich, wenn sie geschlagen oder vergewaltigt, ihre Genitalien verstümmelt werden. Sie erleben sie als strukturelle Diskriminierung im alltäglichen Leben durch eine geschlechtshierarchisch geprägte Arbeitswelt und ein ungerechtes Steuer- und Rentensystem. Sie erleiden seelische Verletzungen als Opfer von Frauenhandel und sexuellen Übergriffen.

Dass auch Männer Opfer von Gewalt sind, war lange ein Tabu-Thema. Gerade die Debatte um den sogenannten Kindesmissbrauch, also sexualisierter Gewalt gegen Jungen und Mädchen, hat Männer dazu gebracht, das Schweigen zu brechen.

Sexualisierte Gewalt und Kirche

Bereits seit 2003 gibt es in der Evangelischen Kirche im Rheinland ein strukturiertes Verfahren zum Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung. Die Landessynode 2020 hat das „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ verabschiedet.

Umfassende Informationen zum Thema sexualisierte Gewalt, Missbrauch und Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung finden Sie hier . Dort können Arbeitshilfen zu Präventionskonzepten, Kontakte zur Ansprechstelle und zur Meldestelle und gesetzliche Regelungen zum Thema eingesehen werden.

Fahnenaktion und „Orange the world“

Mit der Fahne „frei leben – ohne Gewalt“ setzen Beirat und Landeskirchenamt wie hunderte von Organisationen in aller Welt am Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November ein weithin sichtbares Zeichen gegen die tägliche Gewalt an Mädchen und Frauen. Darüber hinaus werden vom 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, Gebäude und Innenräume, Kirchen und Gemeindehäuser in orangenes Licht getaucht, um ein Zeichen für Menschenrechte zu setzen und auf die globale Pandemie der Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen – eine Pandemie, die nahezu unsichtbar bleibt.