Mirjamsonntag

Der 14. Sonntag nach Trinitatis trägt den Namen »Mirjamsonntag: Kirchen in Solidarität mit den Frauen«. An diesem Tag ist die Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern in Kirche und Gesellschaft Thema des Gottesdienstes. Dabei kommen Frauengestalten in der Bibel, weibliche Gottesbilder und die Lebenswirklichkeit von Frauen in allen Zeiten und Kulturen besonders in den Blick. Kreativ und die Phantasie beflügelnd lässt sich diese Thematik zugespitzt mit dem Namen einer biblischen Frauengestalt, der Prophetin Mirjam, verbinden. Mirjam spielt in der jüdischen und christlichen Frauenbewegung eine prominente Rolle. Am Mirjamsonntag wird wie am Männersonntag (dritter Sonntag im Oktober) deutlich, dass das Geschlecht auch beim Nachdenken über Bibel, Glaube und Theologie eine Rolle spielt.

Herkünfte – Zukunft braucht Rahab

Das ist der Titel der diesjährigen Arbeitshilfe zum Mirjamsonntag. Rahab ist bekannt mit dem Beinamen „Hure“ und ermöglicht durch die Rettung der Kundschafter Josuas die Einnahme Jerichos in den Geschichten von der Landnahme. Rahab ist aber zugleich die Großmutter von König David und begegnet uns im Stammbaum Jesu. Sie ist eine der Wurzeln Jesu, wird teil der Herkunft von uns Christ*innen. Zukunft braucht Herkunft: Ausgrenzung und Diskriminierung gefährden unsere Zukunft. Rahab wird Anlass, sich mit dem Thema Rassismus – auch in der Kirche zu befassen. Ein aktuelles und mutiges Heft, das Material für die Vorbereitung des Mirjamsonntags ebenso bereit hält wie für Gemeindegruppen und Presbyterien, die sich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen wollen.